Vom Schmerz zur Selbstermächtigung

Vom Schmerz zur Selbstermächtigung

Der Moment, in dem sich alles verändert: Vom Schmerz zur Selbstermächtigung

Was passiert, wenn der eigene Körper plötzlich nicht mehr mitmacht – wenn Schmerz, Erschöpfung und Einschränkung den Alltag bestimmen? Und was verändert sich, wenn du beginnst, nicht nur Symptome zu behandeln, sondern dich wirklich dir selbst zuzuwenden?

In diesem berührenden Interview erzählt Melanie von ihrem Weg durch eine herausfordernde Zeit: von körperlichen Diagnosen, die ihr Leben von einem Moment auf den anderen veränderten, von Momenten der Verzweiflung – und von der tiefen Entscheidung, die Verantwortung für sich selbst wieder zurückzunehmen. Offen und reflektiert beschreibt sie, wie sie durch Coaching, Körperwahrnehmung und das bewusste Erleben ihrer Gefühle neue Zugänge zu sich selbst gefunden hat.

Es ist eine Geschichte über Schmerz und Heilung, über innere Prozesse, die im Außen sichtbar werden – und darüber, wie aus Ohnmacht wieder Handlungskraft entstehen kann. Ein ehrlicher Einblick in einen Weg, der Mut macht, die eigene Wahrheit zu erforschen und neue Möglichkeiten zu entdecken.

Ich fühle Freude Melanie auf diesem Weg begleiten zu dürfen und ihre Schritte zu sehen.

Klicken Sie hier, um das Interview anzusehen.

Schwerttraining

Schwerttraining

Schwerttraining

Im April 2026 trafen wir uns in München zum Schwerttraining mit Samoto – neun Teilnehmer, zwei Tage voller Begegnung.

Für mich war es das zweite Training nach 2,5 Jahren. Ich kam ohne Erwartungen. Und genau darin lag die Tür: offen sein für das, was entsteht.

Wir übten allein, zu zweit, mit und ohne Schwert. Doch eigentlich ging es um etwas anderes – um Kontakt. Um Nähe. Um mich selbst in diesem Kontakt.

Eine tiefe Erkenntnis war: Immer wenn mir jemand wirklich nahekam, wich ich zurück. Mein Körper ging nach hinten, innerlich zog ich mich zurück, mein Atem stockte. In diesem Moment verlor ich mein Zentrum – und damit mein Gleichgewicht.

Das so klar wahrzunehmen, war neu für mich.

Und dann begann sich etwas zu verändern.

Ich spüre jetzt, wie ich mehr über meinen Füßen stehe. Zentrierter. Geerdeter. Präsenter. Wenn mir jemand gegenübersteht, bleibe ich da. Mein Körper bleibt da. Ich bleibe da.

Sogar meine Füße und Beine haben darauf reagiert. Meine Füße breiten sich mehr aus, besonders im Vorderfuß. Enge Schuhe passen plötzlich nicht mehr zu diesem neuen Gefühl von Raum – ich habe sie aussortiert. Anspannungen, die ich bislang in den Beinen hatte, lösen sich.

Eine weitere Erfahrung hat mich berührt: Bewegung, die aus der Wirbelsäule entsteht, ist mühelos. Wie ein Fluss. Mein Partner folgt ihr wie von selbst. Ausweichen geschieht ohne Anstrengung – und Wut ist nicht gegen mich oder andere gerichtet, sondern wird Teil des Flusses, für mich, für die Bewegung.

Angriffe verändern sich. Sie werden zu einem Spiel. Zu einem Tanz. Zu Bewegung.

Zu Lebendigkeit.

Danke, Samoto, für diesen Raum, in dem genau das möglich wird. 

Herzlichst

Sandra

Bild von Samoto M. Hallinger aus dem Schwerttraining im April 2026

Lausche der Weisheit deines physischen Körpers

Lausche der Weisheit deines physischen Körpers

Ein Erfahrungsbericht einer Klienten, den sie auch in einer anderen Gruppe geteilt hat.

Liebes Dorf,

ich teile mit euch meine Erkenntnisse aus meiner Feelings Practitioner Session, in der Sandra für mich liebevoll und klar Raum gehalten hat. Sie hat mir dabei geholfen, Kontakt zu meinem Körper aufzunehmen. Mit ihr gemeinsam gelang es mir, der Weisheit meines physischen Körpers zu lauschen. Danke dafür, Sandra!

Ich habe Diagnosen von drei chronischen Erkrankungen seit 2025, zwei davon degenerativ, und bei allen wertvollen Hilfsmitteln, die die Schulmedizin zur Verfügung stellt, ist für mich dennoch klar, dass es mehr für mich braucht. Es ist so leicht, im Außen nach Hilfe zu suchen, doch der wahre Schatz liegt in mir. Mein physischer Körper gibt mir die Antworten, die ich suche, wenn ich ihm Raum gebe und zuhöre. Das wurde für mich sehr deutlich in der Session.

Es ging um die Schmerzen in meiner Lendenwirbelsäule, in meinem Po, die in der Reha, auf der ich 4 Wochen war, immer größer wurden. Ich habe mich dort nicht gehört gefühlt, war wie eine Nummer. Es hat gut getan, das auszudrücken und auf die Antwort meines Pos zu lauschen. Ich habe auf der Reha die Zuwendung vermisst, die liebevolle Begleitung, was mein Po mir dazu eindeutig sagte: Ich brauche keine Liebe von außen, deine Liebe, Melanie, ist es, die ich brauche… allein während ich das schreibe, lächelt mein Po und ich fühle, wie er sich entspannt.

Ich wünsche und brauche eine liebevolle Gemeinschaft, in der ich gehört werde, doch noch wichtiger ist, dass ich mich selbst liebe, dass meine Traurigkeit fließt. Nur so entsteht die Hingabe und Heilung. Es war so eindrücklich in der Session, wie oft Schmerzen durch nicht wahrgenommene, nicht fließende Gefühle entstehen.

Ich habe meinen Fersen gelauscht, der Schwellung dort, die mir das Laufen erschwert. In der Reha wurde diese Schwellung mit Elektrotherapie behandelt, was mir sehr gut getan hat. Zuhause kann und werde ich meine Füße jetzt jedoch nicht in die nächste Steckdose stecken. Es geht viel einfacher. Die ganze Angst, vor unheilbaren Erkrankungen zu stehen, nicht zu wissen, was ich tun soll, all das steckt in meinen Fersen. Dort ist meine persönliche körpereigene Steckdose, ein Tür zu meiner Angst und ich fühle Freude, dort anzudocken und meine Angst mit Brizzel und Brazzel durch meinen gesamten Körper fließen zu lassen. Possibility Management, für mich insbesondere Feelings Practitioner, ist ein Geschenk.

Ich bin dankbar für euch alle, für die Arbeit, die wir tun, und für die Freude, die Wut, die Angst und die Traurigkeit, die hier so lebendig sein dürfen. Ich kann meinem Körper die liebevolle Zuwendung geben, die er sich so sehr von mir wünscht. Ich bin dankbar.

Herzliche Grüße
Melanie

Die knochentiefe Alchemie der Wut

Die knochentiefe Alchemie der Wut

Erdung – Präsenz – Leichtigkeit

Von September bis November habe ich am Peaceful Warrior Spaceholder Training teilgenommen. Ich habe unterschiedliche Dimensionen der verkörperten Wutarbeit erforscht. Besonders geholfen hat mir, meine inneren anatomischen Landkarten für meine Knochen zu aktualisieren, Bewusstsein für das Gewicht meiner Wirbelsäule zu bekommen und die Multi-Bubble auf zellulärer Ebene zu erfahren.

Mein bisheriges Muster war, die Wut in meine Muskeln zu packen und die Angst nicht zu spüren. Die Wut in meinen Muskeln führte zu Verspannungen, Unbeweglichkeit und einem erhöhtem Energieaufwand für Bewegungen. Alltägliche Bewegungen – wie laufen, Brot mit dem Brotmesser in Scheiben schneiden, Tisch abwischen – führte ich mit einem Kraft Aufwand durch, der nicht erforderlich ist. Durch die Verbindung der Wut mit meinen Knochen öffnet sich in mir der Raum, mehr im Körper zu sein, Erdung zu verspüren, den energetischen Körper in mir zu spüren und meine Gefühle frei fliessen zu lassen. Ich bin beweglicher und kann Bewegungen mit mehr Leichtigkeit durchführen. Sitzen in aufrechter Position fällt mir leichter. Ich fühle mich präsenter, ruhiger und nicht mehr so viel in meinem Kopf.

Meinen Raum und mein Zentrum zu halten, fällt mir leichter, auch wenn mein Gegenüber in ein Drama und seine Wut verfällt.

Ich fühle Freude über diese Transformation in mir.

 

Angst dient der Wahrnehmung und Traurigkeit zum Weichwerden des Körpers

Angst dient der Wahrnehmung und Traurigkeit zum Weichwerden des Körpers

Im Frühjahr 2024 habe ich Forschungsarbeit mit meiner Wut, Angst und Traurigkeit gemacht. Wie leite ich die Wut in die Knochen und spanne dabei nicht die Muskeln an.
Inzwischen kann ich in der Meditation mit meinen Knochen in Kontakt gehen. Für mich ist es nichts zu machen und zu schauen, wie komme ich in Kontakt mit den Knochen. Ich benutze dafür meine Nerven/ Angst, um in Kontakt mit den Knochen zu kommen. Die Angst dient mir zur Wahrnehmung in meinem Körper und um in Kontakt mit den Knochen zu gehen. In der Meditation kann ich auch die Wut dann grösser werden lassen.

Nun ist mein Forschungsfeld auch mit der Wut in Kontakt zu bleiben, wenn ich die Augen offen halte und in Kontakt mit anderen Menschen bin.

Auch die Angst kann ich während der Übung auf sehr feinstofflicher Ebene immer besser in meinem Körper wahrnehmen. Für mich geht es darum nicht meine Muskeln zu kontrahieren sondern sie zu öffnen / expandieren. Immer wenn ich bei den Übungen merke, dass ich einen Muskel angespannt habe, versuche ich mich zu entspannen. Das entspannen ist auch mit meiner Traurigkeit in Kontakt zu gehen und alles weich werden zu lassen. Je mehr ich meinen Körper öffnen kann, fühle ich ein prickeln in meinem Körper. Das ist die Angst, die auf der neuen Landkarte, die da sein darf. Ich bemerke wie bislang taube Bereiche wieder lebendig werden.

Im Alltag ist die Angst fliessen zu lassen, allerdings eine Herausforderung für mich, da ich auf plötzliche laute Geräusche sehr schreckhaft bin und ein Zusammenzucken durch mein ganzes System geht. Auch mein Rücken wird wieder lebendiger. Wenn ich mit anderen Menschen zusammen bin oder irgendetwas in meinem Rücken steht, habe ich Angst, dass etwas von hinten passieren kann und dann falle ich manchmal wieder in mein bisheriges Verhaltensmuster, meine Muskeln anzuziehen.